Industrialisierung in Schlieren

Die Eröffnung der Spanisch-Brötli-Bahn am 9. August 1847 leitete die Entwicklung vom Bauerndorf zur Industriegemeinde Schlieren ein. Von 1854 bis 1875 wurde die Eisenbahn bis nach Basel verlängert. 1868 kommt die Leimfabrik Geistlich nach Schlieren; 1898 das Gaswerk; 1899 die Geissberger & Cie., die spätere Schweizerische Wagons- und Aufzügefabrik „Wagi“. Um 1900 verbindet die Limmattal Strassenbahn Schlieren mit Zürich, in der Folge siedelten sich weitere Unternehmen wie das Aluminium Schweisswerk und die Textilfärberei in Schlieren an.

In den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg setzte sich diese Entwicklung in recht stürmischer Art und Weise fort, bis ab Mitte der siebziger Jahre der industrielle Zerfall einsetzte. 1974 erlöschen die Koksöfen auf dem Gaswerk-Areal; 1983 schliesst die Schindler AG die ehemalige „Wagi“; 1985 stellt die Textilfärberei ihre Produktion ein und im Jahre 2007 wird mit Aufgabe der Knochenverarbeitung auf dem Geistlich-Areal eine langjährige Industrietradition beendet. Neue Firmen in Schlieren kommen aus den Bereichen Life Science, Neue Medien, Software sowie Handel und Dienstleistungen. Auch Grosskonzerne wie Mercedes oder Sony gründen in Schlieren wichtige Standorte. Die in Schlieren ansässigen Betriebe beschäftigen über 11‘000 Personen.

Heute sind es genau diese ehemaligen Industrieareale, die die gegenwärtige Entwicklung in Schlieren erst möglich machen. Mit einer guten Durchmischung von Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Versorgung entsteht neues Leben im ehemaligen Industriegürtel zwischen Bahnlinie und Bernstrasse.

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